Dienstag, 12. März 2013

EP Release von Meike Krautscheid


Meike Krautscheid überrascht mit ihrem Debüt »du erinnerst dich«, zeigt sich von einer bisher nicht gekannten Seite und zwar ohne ihren Kontrabass Mr. Big, sondern als Sängerin und kreative Song-Schreiberin an der Gitarre. Elektronische Sounds des Gitarristen Michael Krist verschmelzen organisch mit der akustischen Gitarre und der sanften unverkennbaren Stimme von Meike Krautscheid. Hoffnungsvolle Lyrik in ganz authentischer Musik, die den Zuhörer berührt und sicher daran erinnern wird, was wirklich von Bedeutung ist. 

»du erinnerst dich« ist im ELPH Media Verlag erschienen und ist ab sofort online als Download erhältlich und als CD bestellbar. Hier die Shops im Überblick.



Montag, 11. März 2013


Neue Klangwelt mit Meike Krautscheid und arkestra convolt im ” Querklang am Berghang” am 8.3.2013

Die Überraschung kam von Meike Krautscheid. Sie beginnt mit einem leisen Gesangssolo, wiederholt dies ein zweites und drittes mal. So zaubert sie eine dreistimmige Gesangsbegleitung in den Raum, zu der sie dann ihr eigentliches Anliegen  präsentiert. Das haben wir hier noch nicht erlebt, eine faszinierende Klangwelt, trotz aller Technik und dem Effekt Gerät wirkt ihre Eigenkomposition ” Danse” so intim und verletzlich.  Denken wir, denn dann beginnt das Stück erst richtig und Meike versetzt uns in eine Kirche  IMG_0225mitten in Harlem, in den Film Sister Act: die Gemeinde wiegt die Oberkörper, zwischen den Kirchenbänken klopfen Füsse den Rhythmus. ( Sind die Schlierbacher immer so ? )
Meike hat viel Technik mitgebracht und versteht es, dies zu ihrem Vorteil zu nutzen. Den schönen Rabbath Sound auf dem Kontrabass hat sie inzwischen gelernt. Dazu zaubert sie mit ihrem Effekt Gerät einen original klingenden Orgelklang den sie selbst zuvor in ihr Loop Gerät einspielt. Dazu singt und improvisiert sie vokal wie instrumental.
IMG_0222Dann lässt sie die Technik ihre Töne verzerren, begleitet sich bei einem weiteren Lied, zu dem dann die fetzigen Basstöne nur so in den Raum spritzen. Hier wird ihre Musik tatsächlich dreidimensional, die Zuhörer spüren, wie sie körperlich von den Tönen wie von Wassertropfen… ja, was ? Ja, tatsächlich getroffen werden. Wie in einem 3D Film kommen rockig-rhythmische Soundpatterns durch den Raum auf uns zugeflogen.
Die souveräne freie Improvisation bei den gemeinsamen Stücken mit arkestra convolt hat Meike inzwischen auch gesanglich erstaunlich anpassungsfähig drauf.
arkestra convolt soll hier keineswegs zu kurz kommen: Meike bedankte sich bei uns nach dem Konzert für diesen Abend mit den Worten: ” Solche Musiker und solche Musik gibt es in Köln in der Jazz- und freien Impro- Szene nicht ”
Haben wir da noch Worte ?

Quelle: http://www.arkestra-convolt.de/blog/

Samstag, 9. März 2013

Offizielle Homepage von Meike Krautscheid

Die offizielle Homepage von Meike Krautscheid ist nun online! Alle Neuigkeiten, Bio, Bilder und vieles mehr können Sie auf www.meike-krautscheid.de lesen!
Viel Freude!


Meike Krautscheid und Mr. Big als Specialguest bei Arkestra Convolt in Heidelberg


Post Date Mrz 6

“Weltmusik ” mit Meike Krautscheid und arkestra convolt in der Bergkirche 8.3.2013


Meike Krautscheid PhotoGanz ohne Eitelkeit sagen wir: zwischen dem Geschehen in der Bergkirche Schlierbach, der Now Jazz Sendung in SWR2 und der New Yorker Szene hört der Cellist von arkestra convolt selten bis gar gar keinen Unterschied. Der Abend mit Meike Krautscheid unterscheidet sich von  New York nur darin, dass diese Stadt in unseren Köpfen in Schlierbach liegt, zumindest, was den Querklang angeht. Eine schöne reine Stimme, begeistertes Bass  Spiel ( auch nach einem Jazz-Bass Studium ) und ein Ziel. Der Rest ist für Meike nur das Warten auf das Ankommen. Wo sie ankommen wird wissen wir nicht, aber wir ahnen es, denn das Potential hat sie mit 22 Jahren noch lange nicht ausgeschöpft. Wir ahnen, dass sie nicht nur schön ist, eine einnehmende Stimme hat und sich selbst spannende Bassbegleitung liefert. Den Mainstream Jazz zu spielen hat sie an der Kölner Musikhochschule gelernt, ist aber der Versuchung, wie ein Mainstream Bassist zu spielen nicht erlegen. Das zeichnet sie aus und wird ihr den Weg zu den höheren Weihen eines eigenständigen Spiels mit dem nötigen Tiefgang verschaffen.

Post Date Mrz 6

Meike Krautscheid’s “Weltmusik” in der Bergkirche Schlierbach am 8.3.2013


Meike Treppearkestra convolt weiss es jetzt schon . Diese Sängerin bewegt, berührt. Ist es wahr oder träume ich ? – fragen sich die Hörer. Eine Stimme, sie schön zu nennen geht völlig daneben, weil da schon sehr viele andere Facetten an die Oberfläche treten. Und dann hat sie auf dem Kontrabass schon diesen berührenden Sound, den Francois Rabbath auf seiner Suche nach einem vollendeten Bassklang gefunden hat. Wir kündigen sie an als die singende Bassistin auf dem Weg zu Weltruhm. Als Vertreter des Zen – Denkens sagen wir: darum geht es gar nicht mehr, denn der Weg ist das Ziel. Aber Meikes Ziel hat sie vermutlich erst auf diesen Weg gebracht. Wir wissen um den Preis ihrer Entscheidung, so wie es alle wissen, die sich auf eine Musikerlaufbahn vorbereiten, denn die beginnt im Kindesalter und ist somit die längste Berufausbildung die wir kennen. Francois Rabbath, Michael Schneider, Sebastian Grams und Dieter Manderscheid, sie alle und viele andere helfen Meike den Weg zu ihrem Ziel zu bahnen. 

Mittwoch, 8. Februar 2012

Eindruck Konzert - Christine Siefer

Wenn Meike Krautscheid mit ihrem Kontrabass die Bühne betritt, sind alle Blicke auf sie gerichtet. Der rostbraune Klangkörper spiegelt die bunten Scheinwerfer und die Musikstudentin wirkt fast unscheinbar daneben. Sie nennt das Instrument liebevoll „Mister Big“. Sie hievt ihn tagtäglich in Bahnen, durch Treppenhäuser und Fußgängerzonen. Heute haben sie und „Mister Big“ einen besonderen Auftritt. Daniel Schuhmacher, der DSDS-Gewinner von 2009 hat sie zu seinem Konzert eingeladen. Backstage bereitet Meike sich auf den Auftritt vor den Daniel-Fans vor. „Mister Big“ muss noch gestimmt werden. Auf der Damentoilette findet Meike die nötige Ruhe dafür. Dann geht es auf die Bühne. Meike stellt sich dem neugierigen Publikum vor: „Vielleicht hat mich der ein oder andere bei der Castingshow „Das Supertalent“° gesehen“. Ein lautes „ja“ dröhnt aus der ersten Reihe. Schließlich wird es still und Meike singt „Be my husband“. Als in der zweiten Strophe die Band einsetzt ist Meike voll in ihrem Element. „Mister Big“ fügt sich in den Gesamtklang der anderen Instrumente und Meikes jazzige Stimme liegt über allem.




Quelle mit Bildern: http://locationzapping.wordpress.com/concerts/daniel-schuhmacher/meike-krautscheid/

Fluch und Segen der Casting-Welt - Rhein-Sieg Anzeiger 15.12.11

Von Christine Siefer, 15.12.11, 11:33h

Die junge Kontrabassistin und Sängerin Meike Krautscheid aus Eitorf bekam nach ihrem Auftritt bei der Casting-Show Supertalent 5000 Mails und musste teils harte Kommentare einstecken.

Daniel Schuhmacher
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Daniel Schuhmacher und Meike Krautscheid hinter der Bühne.
EITORF - "Eigentlich schaue ich kein Supertalent, aber dieser Tag war eine Ausnahme. Da sah ich Meike und dachte: Wow, die ist speziell!" Daniel Schuhmacher, DSDS- Gewinner von 2009, wollte mit Casting-Fernsehformaten nichts mehr zu tun haben. Für die Eitorferin Meike Krautscheid (22) machte er eine Ausnahme.Er lud die Supertalent-Teilnehmerin ein, mit ihm beim Konzert in Köln aufzutreten. Für Meike bot sich nicht nur die Chance, mit dem Sänger auf der Bühne zu stehen, sondern auch ihre Fragen zum Musikbusiness loszuwerden. Hinter der Bühne nahm sich Daniel Zeit, mit Meike über den Fluch und Segen von Castingformaten zu sprechen.
"Viele der Fans, die heute zu meinen Konzerten kommen, hätte ich ohne DSDS nicht", sagt der Ex-Castingstar, "aber es hat zwei Jahre gedauert, bis ich meine eigene Musik machen konnte und als Künstler akzeptiert wurde." Nach seinem Sieg bei DSDS hatte er wenig Mitspracherecht, was seine seine Vermarktung und seine Songs anging.
Schon während der Show wurde sein Image von der Berichterstattung in den Medien geprägt. "Ich habe einmal in einem Interview einen Kommentar zu Mobbing gegeben und danach wurde ich als Mobbing-Opfer dargestellt. Heute sprechen mich noch Leute darauf an", nennt er ein Beispiel.
Ihre Darstellung in den Medien beschäftigt auch die Musikstudentin Meike Krautscheid. Seit ihrem Auftritt bei der RTL-Castingshow "Das Supertalent" vor einigen Wochen ist sie weit über die Grenzen des Rhein-Sieg-Kreises bekannt geworden. Ihre jazzige Interpretation der Songs "Afro Blue" und "Be My Husband" vor dem TV- Millionenpublikum polarisierte, weil sie Passagen der Stücke nicht ins Mikrofon sang, sondern stöhnte.
Nach der Ausstrahlung brach eine Welle der medialen Aufmerksamkeit los. Das RTL-Boulevardmagazin "Explosiv" berichtete über die "Stöhnende Kontrabassistin" und im Internet kursierten positive wie negative Kommentare über Meikes Auftritt.
Vor allem in ihrem lokalen Umfeld in Eitorf gab es viel Unverständnis für ihren "Stöhnpart". "In der Facebook-Gruppe von Eitorf stand zum Beispiel, das sei peinlich. In einem anderen Eintrag stand, der ganze Ort würde über mich lachen", erzählt Meike. Das habe sie schon getroffen, aber sie wollte sich auch nicht rechtfertigen. "Das Stück Afro-Blue hatte ich bereits in Eitorf vor großem Publikum aufgeführt und da hatte sich niemand über die Interpretation beschwert", ergänzt sie.
Die harten Reaktionen lägen natürlich auch an der Bearbeitung durch RTL. Teile des Gesangs wurden heraus geschnitten und der "Stöhnpart" dagegen verlängert. Meike ist überzeugt, dass trotzdem ihr Können am Kontrabass deutlich wurde. "Schließlich habe ich auch viele Mails bekommen, die mich bestärken", sagt sie. Vor allem Jazzfans hätten ihr Komplimente gemacht. Von den über 5000 Mails, die sie nach der Fernsehausstrahlung bekommen habe, waren höchstens fünf negativ. Daniel Schuhmacher fand an Meikes Auftritt nichts anstößig: "Die checken nicht, das es eine Interpretation von dem Song ist und nichts mit dir zu tun hat." Andererseits käme eine solche Show auch nicht ganz ohne Skandale und Geschichten rund um ihre Kandidaten aus, weiß Daniel. "Du darfst dich nur nicht darauf reduzieren lassen", rät er ihr. Vor allem solle sie viel live spielen, damit die Leute merken, was sie könne. "Die meisten Fernsehzuschauer denken in Castingshows sei nichts live, die muss man erst überzeugen."
Schon vor ihrem Auftritt beim Supertalent hat Meike an ihrer professionellen Musiklaufbahn gearbeitet. Neben ihrem Jazz-Kontrabass-Studium tourte sie unter anderem mit dem "Orchester der Deutschen Einheit" und dem "Landesjugendorchester NRW" durch die Welt. In China, Südkorea, Ungarn und Kroatien hat sie bereits mit "Mr. Big", wie sie ihren Kontrabass nennt, live gespielt.
Den Song "Be my husband" aus der Fernsehshow konnte Meike vorige Woche auf dem Abschlusskonzert von Daniel Schuhmachers Deutschlandtour präsentieren, diesmal ohne Nachbearbeitung durch RTL und mit Live-Band. "Da habe ich auf alle Fälle wieder Blut geleckt", erzählt sie nach dem Auftritt. Meike und Daniel wollen beide nur eins: auf der Bühne stehen mit ihrer Musik. Die Castingshow war für sie ein Startschuss - Fluch und Segen zu gleich.


Quelle: http://www.rhein-sieg-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1323935541654.shtml

Samstag, 8. Oktober 2011

Ihre große Liebe heißt „Mr. Big“ - Kölner Stadtanzeiger Samstag, 8. Oktober 2011

Ihre große Liebe heißt „Mr. Big“

Von Christine Siefer, 19.08.11, 17:14h

Meike Krautscheid hat über einen Umweg zu ihrer Beschäftigung gefunden. Die Musikerin aus Eitorf hat den Kontrabass für sich entdeckt und verdankt ihm so manche Weltreise.

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Meike Krautscheid
EITORF - Monotone tiefe Klänge, ein musikalisches Fundament für die Melodie, starr und gefestigt – so verstehen viele die Musik des Kontrabasses. Nicht soMeike Krautscheid: Für die 22 Jahre alte Musikerin ist der Kontrabass kein Alibi-Instrument unter den Streichern, das allenfallsBegleitaufgaben versieht. Meike Krautscheid nennt ihr Instrument liebevoll „Mr. Big“. Und „Mr. Big“ hat ihr Leben verändert. Doch bis das Instrument sie endlich in entfernte Länder gebracht hat und sie mit ihm die ersten Preise gewinnen konnte, war es ein langer Weg.Die ersten musikalischen Gehversuche unternimmt die Eitorferin mit acht Jahren an der Gitarre und später als Bassistin in der Schulband „Missing Literacy“ amSiegtal-Gymnasium. Die Leidenschaft für die Musik nimmt ihr das Publikum schon früh ab. Bei der Frankfurter Musikmesse gewinnt Meike Krautscheid zudem einen teuren elektronischen Bass – nachdem die Eitorferin ausgerechnet bei einem Luftgitarrenwettbewerb ihr Können gezeigt hat.
Trotz des musikalischen Erfolges der Band auch jenseits der Schulmauern fehlt ihr etwas. Doch dann legt ein Mitstreiter während einer Probe von „Missing Literacy“ eine CD des Kontrabassisten Renaud Garcia-Fons auf. Meike Krautscheid ist wie elektrisiert: „So hatte ich einen Kontrabass noch nie gehört“, erinnert sie sich. „Eine solche Vielschichtigkeit wollte ich ebenfalls einem Instrument entlocken können.“ Seither habe sie regelmäßig davon geträumt, wie sie die Saiten eines Kontrabasses perfekt zum Klingen bringen könnte. Dabei hatte sie niemals zuvor ihre Hand an einen Kontrabass gelegt. Aber das sollte sich fortan ändern.
Meike Krautscheid überzeugt ihre Familie schließlich von jenem Vorhaben und nimmt voller Motivation Unterricht am Bass. Ihre ersten beiden Lehrer indes bremsen sie erst einmal und sprechen ihr nicht allzu viel Talent zu. Nach dem Abitur traut sich Meike Krautscheid zunächst kein musikalisches Studium zu: Sie studiert Psychologie. Da hätte die musikalische Laufbahn enden können, wennMeike Krautscheid nicht eine besondere Anzeige in der Zeitung gefunden hätte: Michael Schneider (60), der Solo-Kontrabassist aus den Reihen der Heidelberger Philharmoniker, bot Unterricht an diesem Instrument an und lehrte sie die Technik von François Rabbath, dem Lehrer von jenem Musiker, dessen Album sie damals im Bandraum so bewundert hatte.
Am ersten April 2009 macht sich die junge Frau auf den Weg nach Heidelberg. Ihr neuer Lehrer sagt ihr die Worte, die sie bis heute motivieren: „Meike, wenn Du etwas willst, dann schaffst Du das“. Im zweiten Semester bricht sie ihr Studium kurzerhand ab und bewirbt sich im niederländischen Arnhem für dasMusikstudium. Dann geht alles Schlag auf Schlag: Sie macht mit beim Wettbewerb „Jugend jazzt“ und gewinnt prompt in der Solowertung mit dem Kontrabass den ersten Preis. Und: „Im dritten Monat nach dem Besuch in Heidelberg bewarb ich mich beim Landesjugendorchester in Nordrhein-Westfalen und übte dafür wochenlang Tschaikowsky“, sagt Meike Krautscheid. „Und ich wurde genommen.“
Kaum aber hat das erste Semester begonnen, passiert es: Meike Krautscheid wird Opfer eines Verkehrsunfalls. Als sie nach einer Dreiviertelstunde aus der Bewusstlosigkeit erwacht, ist die erste Frage: „Was ist mit meinem Kontrabass, mit »Mr. Big«?“ Das Instrument ist schwer beschädigt. Obwohl Meike Krautscheid für eine Woche ins Krankenhaus muss, will sie so schnell es geht zurück nach Arnhem. Die Hochschule leiht ihr einen Kontrabass und einen Monat später geht sie schon mit dem Landesjugendorchester auf eine Tournee nach Tschechien, Ungarn und Kroatien. Und Anfang des Jahres 2010 hat Meike Krautscheid endlich wieder einen eigenen Kontrabass: Erneut gewinnt sie mit ihrem „Mr. Big“ den Wettbewerb „Jugend jazzt“. Mit der Jungen Münchener Philharmonie reist die Eitorferin im vergangenen Sommer nach Südkorea. Dort spielt sie unter anderem am Weltfriedenstag in Koreas größtem Konzertsaal. Eingeladen sind wichtige Vertreter aus Koreas Politik und Wirtschaft. Und das Konzert wird sogar live im Fernsehen übertragen. Nachdem der Schlussapplaus verklungen ist, streckt Meike Krautscheid spontan ihre Finger in die Höhe und macht das „Peace“-Zeichen. Erneut bricht der Saal in tosenden Applaus aus. Die Kameras haben Meike Krautscheids Gesicht und ihre Gesteeingefangen. Und Weihnachten erhält sie überraschend ein Päckchen aus dem südkoreanischen Premierministerium mit Geschenken, anschließend gastiert sie mit dem Orchester der Deutschen Einheit in China.
„Nach den vielen Auftritten in großen Formationen habe ich mir etwas mehr experimentelle Freiheit gewünscht“, sagt Meike Krautscheid. Inzwischen ist sie an die Kölner Musikhochschule gewechselt, um Jazz-Kontrabass zu studieren. Durch einen ehemaligen Studienkollegen ist sie zudem zur Band „Stadtmusikantin und Sterntaler“ gestoßen, mit der sie bald ein Album mit experimentellen Stücken aufnimmt. Ein Musikvideo, ein Auftritt im Radio und eine Tour folgen. Seitdem begleitet Meike Krautscheid einige Auftritte auch mit Gesang – Kontrabass und Gesang, eine ungewöhnliche Mischung also, die nicht sofort ins Ohr geht. „Ich finde es schwierig, meinen Stil zu beschreiben“, findet die Musikerin. „Es ist wie ein Gespräch mit dem Kontrabass, meinem »Mr. Big«. Jeder erzählt etwas anderes und gemeinsam erzählen wir eine Geschichte.“
Meike Krautscheid will nicht einfach nur Kontrabass spielen, sie will mit ihrem Instrument etwas Neues erschaffen. Dafür geht sie gerne auch ungewöhnliche Wege. Ihr nächster Versuch: Sie möchte bei der Castingshow „Das Supertalent“ (RTL) mitmachen und der Welt zeigen, dass „Mr. Big“ mehr kann als nur begleiten.


Quelle: https://www.ksta.de/html/artikel/1313489003543.shtml